Saunen & Wellness
Sauna & Wellness
Als fester Bestandteil unserer Wellnesskultur ist die Sauna nicht mehr wegzudenken. Zwar waren Saunen schon verbreitet als die Wellnessphilosophie noch weitgehend unbekannt war, doch seitdem das Wort Wellness seinen Siegeszug um die Welt antrat, bilden beide Begriffe eine unzertrennliche Einheit. Die größte Verbreitung hat dabei die finnische Sauna, der Klassiker schlechthin. Ihr liegt die uralte Badetradition ihres Ursprungslandes Finnland zugrunde.
Die finnische Sauna ist ein aus Profilhölzern gezimmertes Schwitzbad, in dem die Menschen auf Pritschen und Ruhebänken entweder sitzend oder liegend ruhen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Saunaofen, der die Temperaturen im Saunaraum auf schweißtreibende 80° - 100° Celsius aufheizt. Nun sind Saunen keine Räume, in denen sich die Benutzer nur aufwärmen, sondern sie sollen vielmehr zum Schwitzen gebracht werden. Um dies zu fördern, wird Wasser – zum Teil aromatisch angereichert - mit einer Schöpfkelle auf die aufgeheizten Steine aufgebracht, die oben auf dem Saunaofen liegen. Aufguss nennt sich diese Prozedur, bei der das Wasser sofort verdampft und dem Saunabesucher den Schweiß aus den Poren treibt. Durch das Wedeln mit Handtüchern lässt sich dieser Hitzeschubeffekt noch verstärken. Die Aufgussprozedur wird in der Regel drei- bis viermal pro Saunagang wiederholt. Danach haben sich die Körper so stark aufgeheizt, dass sie nach wohltuender Abkühlung verlangen. Bewegung an der frischen Luft und kreislaufbelebende Schlauchgüsse haben sich dabei als beste Methode erwiesen. Die Schwitzprozedur öffnet die Poren der Haut und hat einen reinigenden Effekt. Darüber hat sie eine positive Wirkung auf das vegetative Nervensystem, hilft das Immunsystem zu stärken und trägt zum subjektiven Wohlbefinden bei. Diese positiv empfundene Wirkung tut auch der Psyche gut und trifft genau das, was allgemein unter Wellness verstanden wird.
Die Wellnesskultur der Gegenwart beschränkt sich nicht nur auf die klassischen Saunen, sondern hat eine Vielzahl von Varianten hervorgebracht. Während bei Biosaunen das Wohlbefinden durch farbliche Lichteffekte bei „angenehmen“ Temperaturen unter 60° Celsius angeregt werden soll, werden in Kräutersaunen aromatische Düfte appliziert, um das Wohlbefinden zu steigern. Auch römische und orientalische Badetraditionen wurden im Zuge der Wellnessbewegung durch Einrichtungen wie Caldarium, Hamam und Dampfbad neu belebt und erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Wellness ist demnach mehr als nur Schwitzbäder wie Saunen, sondern umfasst eine Vielzahl von Einrichtungen, die das physische und psychische Wohlbefinden fördern sollen. Von Whirlpools, bei denen Luftströme das Poolwasser zum Sprudeln bringen und dabei den Körper sanft massieren über Thermalwasser, das verschiedene körperliche Leiden lindern hilft bis hin zu Ruheräumen, in denen durch sanfte Klänge Zustände totaler Entspannung erzeugt werden können.
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