Armaturen für Badewannen verfügen im Normalfall über eine Vorrichtung zur Umschaltung vom reinen Füllbetrieb der Wanne zum Betreiben eines angeschlossenen Duschkopfes. Bauformen, Materialien und Stilrichtungen können sehr unterschiedlich sein. Ebenfalls gebräuchlich sind die Begriffe Badewannenbatterie oder Wannenbatterie. Viele Badewannenarmaturen haben als weitere Ableger ihrer Produktionsserie entsprechende Armaturen des gleichen Designs für Waschtische oder Handwaschbecken im Sortiment. Die Anschlussweite der Rohranschlüsse ist ebenso genormt, wie der Abstand der Anschlüsse für kaltes und warmes Wasser. Für besondere Anwendungen sind neben den gebräuchlichen Modellen mit 2 Anschlüssen auch 4-Rohr Armaturen verfügbar. Die Bedientechnik des Wasserzulaufes hat großen Einfluss auf den Komfort bei der Handhabung der Armatur. Hochwertige Produkte sind mit langjährigen Garantien ausgestattet und sind über viele Jahre mit Ersatzteilen zu versorgen.
Zur Temperaturregelung werden unterschiedliche Systeme angewendet. Einfache Armaturen verfügen über getrennte Knebel für Warm- und Kaltwasserzufuhr. Die Mischung erfolgt durch den Nutzer mit unterschiedlich starkem Zulauf der Wassersorten. Bei den Einhebelmischern wird mit einem einzigen Stellhebel sowohl die Wassermenge, als auch das gewünschte Mischungsverhältnis zwischen warmem und kaltem Wasser eingestellt. Im Regelfall wird die Wassermenge durch vertikale Bewegung bestimmt und die Temperaturregelung durch horizontale Verstellung erreicht. Den höchsten Komfort bei der Bedienung besitzen Thermostatarmaturen. Sie verfügen über einen Einstellmechanismus mit Temperaturskala. Im Inneren der Badwannenarmaturen wird durch eine geeignete Mechanik in Abhängigkeit von der vorgewählten Temperatur das Mischungsverhältnis zwischen Warm- und Kaltwasser ständig geregelt. Zu diesem Zweck werden meist thermisch reagierende Bimetalle als Sensoren eingesetzt. Thermostatarmaturen gewährleisten so hohen Schutz vor Verbrühungen und benötigen keine häufigen Nachregelungen der Wassertemperatur durch den Nutzer.
Das Material der Badewannenarmaturen besteht aus hygienisch beständigen Metallen. Messing in massiver Ausführung ist häufig anzutreffen. Die Metalloberflächen sind häufig verchromt oder lackiert. Auch Edelstahlarmaturen sind in großer Zahl verfügbar. Die Gestaltung reicht von nostalgischen Stil bis hin zu futuristischem Design. Pflegeleichte Oberflächen und leichte Entfernung von Kalkablagerungen zeichnen moderne Armaturen aus. Für spezielle Designwünsche sind bei den meisten Produzenten Sondermodelle mit Vergoldung oder Edelsteinbesatz im Programm. Das Innere der Geräte besteht meist aus keramischen Dichtscheiben und ist in hochwertigen Ausführungen zusätzlich mit Teflonscheiben gelagert. Die Bewegungen vermitteln eher das Gefühl eine Hydraulik zu bedienen als eine Mechanik. Für die Montage bieten sich je nach Ausführung verschiedene Möglichkeiten. Häufig ist die Anbringung an der Wand vorgesehen. Modelle mit Aufbau auf dem Wannenrand selbst sind ebenfalls erhältlich. Hightech Geräte verfügen über einen Sensor zum Überwachen des Füllstandes der Badewanne und verhindern selbständig ein Überlaufen der Wanne, durch Beendigung der Wasserzufuhr.
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